Registrierkassenpflicht? Kein Problem!

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Registrierkassenpflicht? Kein Problem!

7.12.2015
Die österreichweite Registrierkassenpflicht steht kurz vor dem Inkrafttreten. Ab dem 01.01.2016 müssen Bargeschäfte – und hierzu zählen auch Umsätze über Bankomat- oder Kreditkarte – über s.g. „Registrierkassen“ abgewickelt werden. Ob es sich hierbei um eine echte Kasse handelt, oder ob die Bartransaktionen in ERP-, Warenwirtschafts- oder Fakturierungssystemen aufgezeichnet werden, bleibt letztlich dem Unternehmer überlassen. Jedoch gelten ab dem kommenden Jahreswechsel bestimmte Formvorschriften, wie etwa die Führung eines Datenerfassungsprotokolls, welches in der Lage sein muss, Vorgänge innerhalb des Systems aufzuzeichnen.

Die technischen Anforderungen werden spätestens ab dem 01.01.2017 nochmal erhöht. Ab diesem Zeitpunkt müssen diese Aufzeichnungssysteme mit einer technischen Sicherheitseinrichtung, welche Manipulationen bei den Kassenaufzeichnungen verhindern, ausgestattet werden. Details hierzu werden in der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) geregelt.

Noch im heurigen Jahr stellt EFSTA diese Sicherheitseinrichtung zur Verfügung. Bereits vorregistrierte Kassensystem-Hersteller und –betreiber erhalten ab dem 14.12.2016 das Software Developer Kit (SDK) übermittelt. Dieses beinhaltet sämtliche zur Integration notwendigen Informationen.

Die Basis des Systems bildet das „Elektronische Fiskalregister (EFR)“. Dieses läuft als lokales Webservice im Aufzeichnungssystem welches über eine XML-Schnittstelle angesprochen wird. Das EFR zusammen mit dem „Fiskalmodul AT“ bietet eine RKSV-konforme Abwicklung von Bargeschäften.

Das Datenerfassungsprotokoll wird grundsätzlich online im EFSTA-Rechenzentrum geführt. Bei Bedarf kann das EFR jedoch auch vollkommen ohne Online-Verbindung betrieben werden.

Vom EFSTA Rechenzentrum aus können auch elektronische Belege für Konsumenten ausgestellt werden. Bereits möglich ist der Versand von digitalen Belegen über E-Mail oder SMS. Über eine offene API-Schnittstelle können Hersteller die Belegdaten abholen und diese etwa in ihrer App für Smartphones und Tablet-PCs darstellen.
Internationale Registrierkassenvorschriften
Immer mehr europäische Länder verpflichten Unternehmer technische Sicherheitssysteme in elektronische Aufzeichnungssysteme zur Abwicklung von Bargeschäften (u.a. „Registrierkassen“/POS-Systeme) einzubauen. Mit diesen Fiskalvorschriften sollen – wie in Österreich – Manipulationen bei Kassenumsätzen und –aufzeichnungen verhindert werden. In Slowenien beispielsweise müssen ab dem 01.01.2016 POS-Systeme ständig mit dem Internet verbunden sein. Barumsätze müssen an ein Webservice der Finanzverwaltung gemeldet und bestätigt werden. Erst nach Erhalt der Bestätigung darf der Beleg oder die Barrechnung ausgestellt werden.

Neben dem österreichischen Modul zur Erfüllung der RKSV stehen weitere länderspezifische Module zur Erfüllung von Fiskalvorschriften in anderen europäischen Ländern zur Verfügung. Über ein und dieselbe Schnittstelle zum EFSTA-EFR können so POS-Systeme die rechtlichen Rahmenbedingungen in vielen europäischen Ländern erfüllen.

Das EFSTA-System kann in jedes elektronische Aufzeichnungssystem integriert werden. Aktuell wird die Lösung etwa zur Absicherung von Webshops in Kroatien eingesetzt, da diese aufgrund der dortigen Fiskalvorschriften ebenfalls abgesichert werden müssen.

Kontaktadresse für die aktuelle Registerversion: office@efsta.org